Das harte Leben von Fernstudenten

16/03/2010

Gute Give-Aways rechtfertigen vieles…

…vor einigen Tagen lieh ich einem Freund für eine Unterschrift meinen Kugelschreiber. An dieser Stelle sei ausdrücklich hervorgehoben, dass der Eigentümer dieses Kugelschreibers mein Mann ist! Er hat ihn nämlich von seiner Hochschule bekommen – der FHDW Paderborn. Ich bin mir nicht sicher, ob er an dem Tag keinen dabei hatte oder ob die Kugelschreiber allgemein in die Runde geworfen wurden. Sicher ist nur – er ist in meinen Besitz übergegangen!

Besagter Kugelschreiber begeisterte meinen Freund nun außerordentlich! Sogleich wurde ich gefragt, wo ich diesen herausragend gut schreibenden Kugelschreiber denn wohl her hätte! (Ähm…ja….viele von euch können sich jetzt sicherlich denken, dass „FHDW“ groß aufgedruckt war – aber gut…)
Besonders bewundert wurde, dass er so weich schreibt und dadurch gut auf dem Papier gleitet. Kaum vorstellbar, dass es diesen wundervollen Kugelschreiber für mich für lau gab!!!

Aber halt! Nicht so voreilig! Denn: Gab es ihn wirklich für lau? Immerhin kostet uns das Studium meines Mannes 600,-€ im Monat. Ist es nicht möglich, dass der Kugelschreiber in der Studiengebühr enthalten ist? Ja vielleicht stünde meinem Mann sogar monatlich 1 Kugelschreiber zu und wir werden hier gnadenlos um außergewöhnlich gute Kugelschreiber betrogen! Ich glaube es nicht – aber weiß man´s….?!! Kann man sich wirklich sicher sein in Anbetracht der Tatsache, dass der Kugelschreiber so herausragend gut schreibt?!! Ich weiß es nicht…

Sei´s drum! Ich sehe die ganze Sache mal wieder von einer anderen Seite: Einige von euch mögen nämlich bei dem monatlichen Betrag von 600,-€ die Hände vor den Mund geschlagen haben. Ihr habt bestimmt gedacht: „600,-€!!! Meine Güte! Muss er denn nicht mehr selbst lernen? Schreibt jemand die Klausuren für ihn?!!“
Nein, dem ist nicht so. Er bringt seine geistgen Ergüsse selbst zu Papier (wobei ich nicht weiß, mit welchem Kugelschreiber….) und wendet selbst sehr viel Zeit für das Studium auf.

Tja – warum dann 600,-€ mag man sich nun erneut fragen.

Die Antwort liegt doch auf der Hand: Der absolut tolle, heruasragend gut schreibende Kugelschreiber rechtfertigt die Gebühr doch ohne Frage! Ihr müsstet diesen Kugelschreiber wirklich mal in der Hand haben… Ein Traum!

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04/02/2010

Echtes Studentenfeeling!

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 08:28
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Was uns Fernstudenten fehlt, sind dieses typischen Erfahrungen, die man als Präsenzstudent macht. Und den Präsenzstudenten fällt womöglich gar nicht die Besonderheit auf! Es gibt wertvolle Erfahrungen, die man auf anderem Wege kaum sammeln kann. Dazu gehört die Massenabfertigung in der Mensa! Ich denke nicht, dass man Kantinen mit Mensen gleichsetzen kann. Ich war in letzter Zeit einige Male in der Kantine von Miele in Gütersloh essen und die ist außergewöhnlich gut! Das Essen schmeckt, Teller und Besteck sind sauber und Tische und Stühle sind derart angeordnet, dass man doch tatsächlich den eigenen Stuhl zurückziehen kann, ohne dem dahinter Sitzenden eine Wirbelsäulenfraktur zuzufügen.

Wenn ich mich dagegen an die Mensa in Wismar oder auch Rostock erinnere, sind mir da andere Dinge im Gedächtnis geblieben. Das ist zwar auch schon einige Jahre her, aber ich höre immer noch den unglaublichen Lärm aus der Küche und zusätzlich das Geschnatter zahlreicher Studenten – viel zu viele zur gleichen Zeit auf zu wenig Raum. Mal abgesehen von der appetitlichen Art, wie einem das Essen aufgefüllt wurde…

Aber gut – auch das gehört dazu und auch das fehlt uns!!! Aber Gott sei Dank fand ich gestern Abend ein Restaurant in unmittelbarer Nähe, was einen den Charme einer Massenabfertigung in der Mensa nachempfinden lässt! Wir trafen uns gestern dort zum Schnitzelessen vom Buffet und das Ambiente war wirklich ….. ist mensaisch ein Wort??? …… mensamäßig! Wir saßen in einem riesigen Saal, der vollgestopft war mit zahlreichen Tischen, an denen man sich vorbei schlängeln musste, um zum liebevoll (…) aufgebauten Buffet zu gelangen. Es war laut, viel zu hell, ungemütlich und so gar nicht schön. ABER: Man konnte sich ausmalen, wie es Studenten jeden Morgen um 12 Uhr geht. 😉

Was mich nur erschaudern ließ: Mit von der Partie war eine wahrhaft echte Präsenzstudentin, die uns wissen ließ, dass die Mensa der Uni Bielefeld einiges Schlimmeres bietet… Kalte Schauer liefen uns über den Rücken und man war fast gewillt, ein wenig von ihr wegzurücken – aus Angst, sich etwas einzufangen. Nicht wegen ihr direkt! Sie ist lieb, gepflegt und man kann sich mit ihr sehen lassen. Aber wenn sie sich wirklich täglich in einem noch schlimmeren Umfeld zur Nahrungsaufnahme einfindet, dann muss da doch…….. na egal……

Wir haben es jedenfalls alle überstanden und ich war zum ersten Mal richtig froh, dass es als Fernstudent einfach einige Dinge gibt, die uns gegenüber Präsenzstudenten nicht vergönnt sind … bzw. die uns zum Glück nicht zugemutet werden! 😀

30/01/2010

Das Essen ist auf dem Tisch….

Filed under: Uncategorized — studentin @ 10:15
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…. schade! Ich hätte es gerne auf Tellern – aber gut. Man kann nicht alles haben.

[betretenes Schweigen aller Anwesenden]

In solchen Situationen überlege ich immer, ob ich meine Gedanken jetzt laut äußern soll, oder ob es überheblich und – schönes Wort – klugscheißerisch klingt??!!! Denn oft ist es nur ein sehr schmaler Grat zwischen einem gelungenen Witz und dem Outing, undankbar zu sein. Wobei ich nicht undankbar bin. Nur diese Vorlage muss einfach ausgenutzt werden. Obwohl – nicht ganz! Denn es ist ja nicht eine Vorlage zu einem lustigen Spruch im klassischen Sinne! Nein – viel mehr ist es eine Redewendung, die nicht in Frage gestell wird, die aber unglaublich kurios ist, wenn man darüber nachdenkt. Das gehört doch aufgedeckt!!! Aber leider, leider werden gerade wir (Fern-) Studenten für extrem lebensunfähig und weltfremd gehalten. Uns wird dann nachsichtig erklärt, dass man das nur so sagt und damit gemeint ist, dass das Essen so weit zubereitet ist, dass man es nun vom Herd auf den Tisch befördern kann, da es für den Verzehr durch Menschen nun geeignet erscheint.

Achso!!! Danke für die Erklärung! Und ich dachte schon, wir müssen die Suppe schnell vom Tisch schlürfen….

Wieso werden wir oft für so humorlos gehalten, dass bei uns automatisch die Annahme besteht, wir meinen einen derartigen Kommentar ernst?!! Wir sind doch weiterhin Menschen, die eine Daseinsberechtigung in dieser Gesellschaft haben! Ja, gut – wir tun uns ein Studium an, obwohl wir schon einen Beruf und einen Job haben. Ja, wir legen unseren Urlaub nach unseren Klausuren aus. Ja, wir verbringen unsere Wochenenden damit zu lernen, Vorlesungen zu besuchen und Klausuren zu schreiben. Aber trotzdem sind wir noch Menschen! Wir können immer noch über banale Dinge lachen, finden den Alltag oft genug komisch und verstehen Wortspiele, die keine Fremdwörter beinhalten. Wirklich! Ich schwöre!!!

Klar lachen wir auch über äußerst niveauvolle Professorenwitze und ich möchte auch nicht abstreiten, dass 20% der anwesenden Studenten sogar wissen, weshalb sie in dem Moment lachen. Aber die anderen 80% – wir!!! – lachen auch. Genauso wie wir am Montagmorgen über die Wochenendanekdote des Chefs schmunzeln…. rein taktische Gründe! Bitte  – wir gehören immer noch zu euch! Wir sind normal!

Also nochmal:

Ruf aus der Küche: „Das Essen ist auf dem Tisch!“

Antwort aus dem Wohnzimmer: „Schatz, benutze doch nächstes mal unsere Teller!“

[allgemeines Gelächter + wütendes Schweigen aus der Küche -> 1.) Ja! Man kann wütendes Schweigen hören! 2.) Ein guter Lacher fordert meistens Opfer…. that´s life!]

😉

22/01/2010

Wie unorganisiert…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 14:08
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…ich bin von mir eigentlich Besseres gewöhnt. Man sollte meinen, als Fernstudent sei man außergewöhnlich gut in der Lage sich zu organisieren, denn immerhin müssen Familie, Beruf und das Studium unter einen Hut gebracht werden und „Leben“ will man am Ende auch noch dazu sagen können… Und nun das! Der simple Hausputz wirft meine organisatorischen Fähigkeiten vollkommen über den Haufen!

Ich habe eine bestimmt Reihenfolge, in der ich die Zimmer durchwische. Dank dieser durchkalkulierten Technik habe ich immer sauberes Wasser, gehe nie durch einen noch feuchten Raum und komme am Ende im Wohnzimmer an, wo mein netbook und der Fernseher nach getaner Arbeit Belohnung versprechen.

Die Arbeit ist nun getan und – okay, im Wohnzimmer bin ich. ABER: Meinen Tee habe ich in der Küche stehen lassen und die ist noch arg feucht. Die Teebeutel sind natürlich auch noch drin… 😦 bäääh… Zudem ist das Radio in der Küche noch an. Zu laut um trotzdem fernzusehen, zu leise um mich davon belohnen zu lassen.  Die Fernbedienung liegt selbstverständlich auf dem Küchentisch. Unerreichbar.

Ich habe wenigstens mein netbook hier und der Akku wird wohl gerade noch diesen Eintrag überstehen. Wenigstens etwas…Bis eben hatte ich auch noch den Plan Fenster zu putzen, aber wer weiß, was mir dann noch passiert?! Im besten Falle sperre ich mich nur aus und darf die Zeit bis mein Mann kommt (dürfte nur noch rund 4 Stunden dauern…) bei meiner Lieblingsnachbarin verbringen!!! Neeee…..das ist es nun wirklich nicht wert! Ich lass das dann mal lieber für heute….

So, ich schau mal, was meinTeekonzentrat macht. 😉

20/01/2010

Liebes Tagebuch…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 15:39
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…gestern habe ich gelacht und das war lustig!

Diese und ähnliche geistige Ergüsse finden sich in Form von Gruppen im studiVZ. Und: Sie erheitern uns tatsächlich! Banalitäten des Alltags kurz auf den Punkt gebracht boomen! Zu meinen Lieblingsgruppen gehören u. a.:

Das liegt außerhalb meines subjektiven Relevanzkorridors!

Das hier ist die Realität. Komm – ich führ Dich mal rum.

„Entschuldigen Sie, riecht dieses Taschentuch nach Chloroform?“

…doch aufgrund meiner ernomen Bauchmuskeln tat das nicht weh.

Bitte gehen Sie weiter. Prostitution ist hier nicht erlaubt.

Darf ich Dir das „Sie“ anbieten?

Es ist nie zu spät, einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Es macht so ein schönes Geräusch, wenn Tabus brechen.

Halt‘ den Mund,wenn ich dich unterbreche!

Hey, die Sonne scheint, da werd ich mal in kurzen Hosen fernsehn.

Ich habe zwar Alzheimer, aber wenigstens habe ich kein Alzheimer.

Ich kann nicht mehr seitlich schlafen…mein Arm ist zu muskulös.

Ich lass mir jetzt Geheimratsecken wachsen.

Ich wollt‘ erst fragen..dann hat’s mich doch nicht interessiert!

Ich wünschte, ich könnte, aber ich will nicht!

Ich ziehe Axtmord zeitweise als Problemlösung in Betracht!

Im Niveau flexibel.

Lass mich! Ich kann das!!! … ohhh kaputt!!!

😀 😀 😀

Ich könnte mich wegschmeißen bei sowas…!!! Aber wieso auch nicht??? Wir befassen uns den ganzen Tag mit unheimlich schlauen, anspruchsvollen Dingen – da kommen derlei Sprüche doch gerade recht zur Wiederherstellung des kreativen Gleichgewichts!

Also: Jeden Tag einen lustigen Spruch, eine Anekdote oder einen kurzen Witz an die emails rangehängt und sich freuen. Oft kommt in der Antwort ein anderer lustiger Spruch mit. 🙂 Und dann ganz wichtig: SAMMELN! Denn diese Sprüche erheitern mich zwar, aber haben in meinem Hirn irgendwie keinen Platz. Egal wie amüsant ich einen Spruch oder einen Witz finde – nach kürzester Zeit ist er unauffindbar in den Hirnwindungen verschwunden. Unwiederbringlich! Wenn es euch also ähnlich geht, legt schon mal ein Textdokument an oder einen email-Entwurf und kopiert immer fleißig rein! So baut sich mit der Zeit eine äußerst ergiebige Fundgrube auf, die bei sämtlichen anstehenden Jubiläen zu Rate gezogen werden kann. Und ist man mal schlecht drauf, einfach einen frischen Kaffee kochen, 3 Kekse dazu und alles durchlesen. 🙂 Hilft garantiert!!!

Und danach geht´s dann wieder frisch und gut gelaunt weiter! Denn das Leben ist kein Ponyhof und das Studium studiert sich nicht von alleine!

19/01/2010

Ergebnisse sind da!

Hallo liebe Mitstreiter, Mitleider, Interessierte,….

Ich will euch natürlich nicht den Ausgang der ganzen mühevollen Lernerei vorenthalten – die Ergebnisse sind da!!! 🙂 Jaaaa – es darf gelächelt werden! 🙂 MEEEHR!!! 😀 Jaaa! So ist fein!

Denn Mathe habe ich bestanden. Am Tag der Klausur erfuhr ich dann auch, dass es bei mir ohnehin nur um Bestehen oder nicht Bestehen ging, denn Mathe zählt in unserem Studiengang für BWLer nur als Vorleistung. Das heißt, ich hätte Mathe beliebig oft schreiben können und konnte ohnehin nur bestehen oder eben nicht bestehen. Aber ich habe es hinter mir, denn ich habe mir ein fettets „BE“ für Bestanden gesichert! YEAH! STRIKE!

Das Ergebnis für Volkswirtschaftslehre war gestern online. Allerdings konnte ich es mir erst zur Kaffeezeit abrufen, denn vorher waren wir in Winterberg zum Rodeln! Ich weiß, dass Rodeln – also Schlitten fahren – nicht mit der Attraktivität von Snowboarden mithalten kann. ABER: Ich hab´s mir wenigstens getraut! Snowboarden und Ski fahren fällt bei mir aus mehreren Gründen aus:

  1. zu halsbrecherisch
  2. zu stylisch – da kann ich nicht mithalten
  3. zu gefährlich
  4. zu anstrengend
  5. zu knochensplitternd

😀

Okay, es ist wohl klar, dass ich ein totaler Angsthase – oder auch eine Bangbüchs – bin! Deswegen ist Schlittenfahren auch das Maximum dessen, was für mich in Sachen Wintersport in Frage kommt! Und ich habe eine sehr gute Figur dabei gemacht! Dank ausgereifter, raffinierter mathematischer Berechnungen konnte ich meine Abfahrtslinie optimieren und gewann beinahe jedes Abfahrtsrennen! Tja, Mathe I habe ich wohl auch verdient bestanden! Zudem sahen einige meiner Abfahrtslinien gewissen Indifferenzkurven sehr ähnlich. Das Haushaltsoptimum war also schnell bestimmt und die Abfahrt genommen! 😉 Aber das ist ja auch kein Wunder, denn meine VWL-Klausur habe ich ebenfalls mit sehr gutem Ergebnis bestanden! HA! Wie war das nochmal?! Mit Schulwissen Studienprüfungen bestehen, bestätigt unsere Intelligenz?!! JA!!!!

Wir sind so kluk! 😉

Auf zur nächsten Mission! Klausuren in Betriebswirtschaftslehre und Buchführung stehen an! Yippie!!! ich freu mich drauf!

11/01/2010

Seltsame Geräusche durchstreifen das Land…

Filed under: Uncategorized — studentin @ 07:41
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Puuuh… Ich habe jetzt 2 Klausuren in 2 Tagen hinter mir und bin sehr dankbar, mal wieder diese Prüfungssituation erlebt zu haben. Denn ich hatte ganz vergessen, wie amüsant es in vollen, überheizten Räumen mit lauter fremden Menschen, die sich in Stresssituationen befinden, ist! JA! Amüsant! Geht es euch nicht so? Überlegt doch mal:

Wählt man einen geeigneten Sitzplatz, kann man herrlich alle Kommilitonen beobachten! Manche sind verpflegungstechnisch ausgerüstet, als bestünde die ernsthafte Gefahr, gekidnappt und festgehalten zu werden! Oder sogar gekidnappt und festgehalten zu werden und sich mit Lebensmitteln dann freikaufen zu können! Da liegen neben Flaschen mit Wasser und isotonischen Energiegetränken Milchschnitten, Kekse, Brötchen, Traubenzucker, Bonbons und Kaugummi. Irgendwo findet sich unerwartet noch Platz für Block und Stift. Man glaubt es kaum. Das alleine erheitert mich schon. Aber wenn man dann noch beobachtet, wie vergeblich versucht wird, an die Leckereien zu gelangen, ohne Geräusche zu machen – der Hammer! In Zeitlupe schiebt sich die Hand in die Tüte – und es entweicht ein endloses Knistern. Nicht enden wollende, einem leid tuende Geräusche scheinen aber weniger schlimm zu sein für die Umwelt als absichtlich provozierte und sie werden eigenartigerweise sehr lange toleriert. Das amüsiert mich unheimlich! 😀

Denn genau diese Leute, die in den kurzen 2-3 Stunden der Klausur nicht auf´s Essen und Trinken verzichten können, kommen am Ende nämlich oft in Zeitnot. Und dann wird’s erst richtig lustig! Ich habe mir schon in der Schule angewöhnt, meine Klausuren nicht früher als nötig abzugeben und diesem Schauspiel der letzten Hetzer beizuwohnen. Denn wenn es mit der verbliebenen Zeit kritisch wird, nimmt die Schreibgeschwindigkeit derart dramatisch zu, dass Schweißperlen bei den Betroffenen auf die Stirn treten. Die Bewegungen werden hektischer und grobmotorischer und man kann einen Countdown starten, wann wohl die Bonbontüte vom Tisch gefegt wird und der Inhalt sich im Raum verteilt. Das stresst wiederum den Verursacher selbst natürlich noch viel mehr, aber auch alle anderen, deren Zeit schon etwas knapp wird. Und diese Unruhe erfasst dann auch alle übrigen Schreiblinge. Und plötzlich wird gar nicht mehr auf die eigene Lautstärke geachtet. Der letzte Saft wird lautstark aus den Tetra Packs gesaugt, die leere Kekstüte wird rücksichtslos zusammengeknüllt, die Blätter des Spiralblocks werden keineswegs langsam oder leise aus dem Block getrennt und ein Füßescharren ergänzt die Geräuschkulisse. 🙂 Mich amüsiert das wirklich! Ernsthaft!

Hinzu kommen vor allem im Winter verbreitete, auf die Gesundheit hindeutende Geräusche. Ist euch schon mal aufgefallen, dass jeder Mensch seine eigene Art hat zu niesen? Manche Menschen niesen immer 2 Mal kurz hintereinander. Manche 3 Mal mit einer Sekunde Pause. Manche unterdrücken das Niesen und es klingt, als würden sie implodieren. Einige lassen es hemmungslos raus und es drängt sich der Kommentar auf: „Lecker!“

Achtet mal darauf! Hat man den Kopf frei, sich derartigen Geräuschen zu widmen (ergänzt durch das anschließende Naseputzen, zusätzliches Husten, Räuspern,…), ist es sehr unterhaltsam. Und bitte denkt nicht, ich mache mich über erkältete Mitmenschen lustig! Nein. Jeder niest mal. Ich gehöre zur implodierenden Sorte… Manchmal überprüfe ich selbst, ob meine Zähne noch da sind…. 😉

Wie gesagt – ich diskriminiere hier niemanden. Ich beobachte nur meine Umwelt und die ist (zum Glück) oft sehr unterhaltsam! Und diese Unterhaltung kann ich vor, während und nach einer Klausur sehr gut gebrauchen! Wir müssen viel öfter Alltägliches finden, über das wir uns freuen können, was uns ablenkt und auflockert! Alles immer nur ernst nehmen, bringt doch auch nichts!

In diesem Sinne: Immer locker durch die Hose atmen!

09/01/2010

Das Verhältnis muss stimmen…

Filed under: Uncategorized — studentin @ 19:02
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Ich habe meine erste Klausur des Studiums hinter mir. Und es lief gut. Man glaubt es kaum. Und ich bin total gelassen ran gegangen. Ich habe mich in der Vorlesung vor der Klausur sehr gut mit einem Kommilitonen unterhalten. Der ist schon im 5. Semester, fährt aber zur See und kam deshalb bisher nicht dazu, diese VWL-Klausur zu schreiben. Ich informierte mich natürlich gleich über seine Erfahrungen bezüglich der Klausurabläufe, -inhalte und -vorbereitungen. Und er erzählte mir folgende Anekdote bezüglich seiner BWL-Klausur:

Er schrieb diese eigentlich 3-stündige Klausur – war aber nach 1 Stunde fertig. Er ging also nach vorn und gab seine Klausur ab. Die Dozentin fragte ihn, ob er sich sicher sei, schon fertig zu sein und ob er die Klausur nicht lieber nochmal durchschauen möchte. Schließlich handele es sich um eine Leistungskontrolle….

Er daraufhin: Leistung definiert sich aus dem Verhältnis von geleisteter Arbeit und der dafür benötigten Zeit. Wenn ich jetzt also 1/3 der Aufgaben in 1/3 der Zeit richtig bearbeitet habe, verdiene ich doch eigentlich eine 1!

Na ja, wie zu erwarten war ließ sie sich nicht darauf ein, aber alle Anwesenden hatten einen auflockernden Lacher. 🙂

Und auch ich habe mir keinen Kopf mehr gemacht. (Sieht auch etwas gewöhnungsbedürftig aus mit 2 Köpfen… Und erst die Zeit, die man zum Machen von 2 Frisuren braucht…! 😦 )

Ich bin ganz locker in die Klausur rein, habe nach 2 von 3 Stunden abgegeben und harre nun der Dinge, die da kommen…

So locker habe ich mir meine erste Klausur des doch so angsteinflößenden Fernstudiums nicht vorgestellt und nun kann ich den Rest des Studiums viel gelassener in Angriff nehmen!

Na ja – lasst mich erst noch ein wenig schlottern, bis ich Mathe hinter mir habe… 😉 Und DANN geh ich gelassen ran!

08/01/2010

Wehe es gibt kein Schneechaos!!!

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 09:16
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Morgen und übermorgen stehen die ersten beiden Klausuren meines Studiums an. Dafür muss ich 150 km nach Hannover fahren. Und natürlich ist genau für dieses Wochenende mal wieder ein Verkehrschaos auf Grund von starkem Schneefall vorausgesagt! War ja klar! Meine letzte längere Fahrt (400km) für das Studium wurde ebenfalls sabotiert von schlechten Wetterbedingungen. Dadurch verpasste ich am 19.12.2009 mein teuer bezahltes Propädeutikum für Buchführung. Und nun soll es mir dieses Wochenende wieder genauso gehen?! War ja klar! DANKE!!! Wie gemein ist das denn?! 😦

Also – ich ab ins Internet und ein Hotelzimmer gebucht. Anreise heute Abend, Abreise Sonntag. HA! Dieses Mal macht mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung! Vom Hotel könnte ich notfalls sogar zu Fuß zur Uni gehen.  *Ich bin so kluk! K – L – U – K! Ich meine K – L – U – G…!* (Simpsons-Fans wissen an dieser Stelle Bescheid. Allen anderen: Mein Beileid.)

Und WEHE!!!! WEHE dieses Schnee- und Verkehrschaos bleibt aus! Wenn es nicht mindestens 10 cm Neuschnee gibt, eskalier ich!

06/01/2010

Urlaub für eine gute Sache…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 09:30
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Jedes Jahr wieder wollen unsere Vorgesetzten, dass wir unseren Jahresurlaub einreichen. Spätestens das veranlasst uns, den Weg ins Reisebüro zu finden, im Internet nach Flügen zu suchen, uns Bilder von Ferienhäusern anzusehen und zu entscheiden, wann es wo hingeht. Und auch wenn die Vorfreude auf den baldigen Urlaub schön ist und wir ins Schwärmen geraten angesichts der Bilder – ist es doch auch jedes jahr wieder Stress pur!

Ich meine, die Eltern unter uns planen ihren Urlaub nach den Ferienzeiten der Kinder. Das deprimiert unglaublich, wenn man sich dann mal anschaut, was der gleiche Urlaub nur 2 Wochen vor oder nach den Ferien kosten würde. Wer auf Ferienzeiten nicht achten muss, hat die Qual der Wahl! Wann sind wo einzuplanende Festivals, Filmpremieren, Naturschauspiele oder Ferien (hey – wer keine Kinder hat, möchte nicht zwangsläufig seinen wohlverdienten Urlaub zwischen kinderreichen Familien verbringen….).

Gesegnet sei unser Fernstudium! Wir haben diesen ganzen Stress und Aufwand nicht. Wir schauen nach, wann unsere Klausurtermine und die Termine eventuell anstehender Propädeutika sind und ZACK! – schon stehen die Urlaubszeiten fest! Und erst der Ort …. traumhaft …. schön am ruhigen, einsamen, ausgeleuchteten Schreibtisch …. Ausgewähltes Rahmenprogramm bestehend aus Kaffee kochen, dem Postboten die Tür öffnen und Pakete sämtlicher Nachbarn annehmen und das Feststellen der Gassi-geh-Zeiten aller Hundebesitzer der Gegend inbegriffen. Kann man sich etwas Schöneres vorstellen?! Eben drum! Gesegnet sei unser Fernstudium!

Es erspart uns das Checken hunderter Internetseiten. Ebenso haben wir nicht die Angst, Urlaub zu buchen um 2 Wochen später festzustellen, dass er günstiger geworden ist. Es passiert uns auch nicht, dass wir auf toll fotografierte Ferienwohnungen hereinfallen, die in natura nicht einmal das Zeug zu unserem Keller hätten. Wir ärgern uns nicht über unappetitliche Frühstücksbüffets, unfreundliche Kellner, belegte Liegestühle, fremde Haare auf der Hotelmatratze, nicht dicht haltende Gummidichtungen an der Dusche,….. Erstaunlich, wie lang die Liste bei nur kurzem Überlegen ist und wie unendlich man sie fortführen könnte…!

Nein – wir verbringen unseren Urlaub daheim und lernen. Und hier die unglaublich vielen Vorteile:

  • das Geld für die Reise ist gespart
  • das Geld, das man sonst im Urlaub ausgegeben hätte, ist gespart
  • uns ereilt die Anerkennung und das Mitgefühl aller Kollegen und Freunde
  • wir werden unheimlich schlau
  • wir verpassen keine Paketzustellung
  • wir wissen endlich über die Gassi-geh-Zeiten der Hundebesitzer in der Gegend Bescheid
  • wir haben nach 2 Wochen nicht 10 Maschinen Wäsche zu bewältigen
  • wir müssen keine Postkarten schreiben
  • wir müssen keine Fotoalben erstellen
  • wir werden nicht per email unendlich oft aufgefordert, das Hotel zu bewerten
  • wir müssen keine Urlaubsbekanntschaften pflegen
  • wir haben keine Bikini- oder Badehosen-Streifen

UND: WIR BEDAUERN NICHT, DASS DER URLAUB VORBEI IST!!! 😀

Aber lasst uns an eines denken: Habt immer genug Mitgefühl für unsere armen, nicht fernstudierenden Kollegen, die dem Urlaubs-Buchungs-Stress unvermeidbar ausgesetzt sind! Bietet ihnen eine Schulter zum Anlehnen in dieser schweren Zeit. Und täuscht Begeisterung über erhaltene Postkarten und das Fotoalbum vor! Das sind wir ihnen schuldig…

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