Das harte Leben von Fernstudenten

30/01/2010

Das Essen ist auf dem Tisch….

Filed under: Uncategorized — studentin @ 10:15
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…. schade! Ich hätte es gerne auf Tellern – aber gut. Man kann nicht alles haben.

[betretenes Schweigen aller Anwesenden]

In solchen Situationen überlege ich immer, ob ich meine Gedanken jetzt laut äußern soll, oder ob es überheblich und – schönes Wort – klugscheißerisch klingt??!!! Denn oft ist es nur ein sehr schmaler Grat zwischen einem gelungenen Witz und dem Outing, undankbar zu sein. Wobei ich nicht undankbar bin. Nur diese Vorlage muss einfach ausgenutzt werden. Obwohl – nicht ganz! Denn es ist ja nicht eine Vorlage zu einem lustigen Spruch im klassischen Sinne! Nein – viel mehr ist es eine Redewendung, die nicht in Frage gestell wird, die aber unglaublich kurios ist, wenn man darüber nachdenkt. Das gehört doch aufgedeckt!!! Aber leider, leider werden gerade wir (Fern-) Studenten für extrem lebensunfähig und weltfremd gehalten. Uns wird dann nachsichtig erklärt, dass man das nur so sagt und damit gemeint ist, dass das Essen so weit zubereitet ist, dass man es nun vom Herd auf den Tisch befördern kann, da es für den Verzehr durch Menschen nun geeignet erscheint.

Achso!!! Danke für die Erklärung! Und ich dachte schon, wir müssen die Suppe schnell vom Tisch schlürfen….

Wieso werden wir oft für so humorlos gehalten, dass bei uns automatisch die Annahme besteht, wir meinen einen derartigen Kommentar ernst?!! Wir sind doch weiterhin Menschen, die eine Daseinsberechtigung in dieser Gesellschaft haben! Ja, gut – wir tun uns ein Studium an, obwohl wir schon einen Beruf und einen Job haben. Ja, wir legen unseren Urlaub nach unseren Klausuren aus. Ja, wir verbringen unsere Wochenenden damit zu lernen, Vorlesungen zu besuchen und Klausuren zu schreiben. Aber trotzdem sind wir noch Menschen! Wir können immer noch über banale Dinge lachen, finden den Alltag oft genug komisch und verstehen Wortspiele, die keine Fremdwörter beinhalten. Wirklich! Ich schwöre!!!

Klar lachen wir auch über äußerst niveauvolle Professorenwitze und ich möchte auch nicht abstreiten, dass 20% der anwesenden Studenten sogar wissen, weshalb sie in dem Moment lachen. Aber die anderen 80% – wir!!! – lachen auch. Genauso wie wir am Montagmorgen über die Wochenendanekdote des Chefs schmunzeln…. rein taktische Gründe! Bitte  – wir gehören immer noch zu euch! Wir sind normal!

Also nochmal:

Ruf aus der Küche: „Das Essen ist auf dem Tisch!“

Antwort aus dem Wohnzimmer: „Schatz, benutze doch nächstes mal unsere Teller!“

[allgemeines Gelächter + wütendes Schweigen aus der Küche -> 1.) Ja! Man kann wütendes Schweigen hören! 2.) Ein guter Lacher fordert meistens Opfer…. that´s life!]

😉

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11/01/2010

Seltsame Geräusche durchstreifen das Land…

Filed under: Uncategorized — studentin @ 07:41
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Puuuh… Ich habe jetzt 2 Klausuren in 2 Tagen hinter mir und bin sehr dankbar, mal wieder diese Prüfungssituation erlebt zu haben. Denn ich hatte ganz vergessen, wie amüsant es in vollen, überheizten Räumen mit lauter fremden Menschen, die sich in Stresssituationen befinden, ist! JA! Amüsant! Geht es euch nicht so? Überlegt doch mal:

Wählt man einen geeigneten Sitzplatz, kann man herrlich alle Kommilitonen beobachten! Manche sind verpflegungstechnisch ausgerüstet, als bestünde die ernsthafte Gefahr, gekidnappt und festgehalten zu werden! Oder sogar gekidnappt und festgehalten zu werden und sich mit Lebensmitteln dann freikaufen zu können! Da liegen neben Flaschen mit Wasser und isotonischen Energiegetränken Milchschnitten, Kekse, Brötchen, Traubenzucker, Bonbons und Kaugummi. Irgendwo findet sich unerwartet noch Platz für Block und Stift. Man glaubt es kaum. Das alleine erheitert mich schon. Aber wenn man dann noch beobachtet, wie vergeblich versucht wird, an die Leckereien zu gelangen, ohne Geräusche zu machen – der Hammer! In Zeitlupe schiebt sich die Hand in die Tüte – und es entweicht ein endloses Knistern. Nicht enden wollende, einem leid tuende Geräusche scheinen aber weniger schlimm zu sein für die Umwelt als absichtlich provozierte und sie werden eigenartigerweise sehr lange toleriert. Das amüsiert mich unheimlich! 😀

Denn genau diese Leute, die in den kurzen 2-3 Stunden der Klausur nicht auf´s Essen und Trinken verzichten können, kommen am Ende nämlich oft in Zeitnot. Und dann wird’s erst richtig lustig! Ich habe mir schon in der Schule angewöhnt, meine Klausuren nicht früher als nötig abzugeben und diesem Schauspiel der letzten Hetzer beizuwohnen. Denn wenn es mit der verbliebenen Zeit kritisch wird, nimmt die Schreibgeschwindigkeit derart dramatisch zu, dass Schweißperlen bei den Betroffenen auf die Stirn treten. Die Bewegungen werden hektischer und grobmotorischer und man kann einen Countdown starten, wann wohl die Bonbontüte vom Tisch gefegt wird und der Inhalt sich im Raum verteilt. Das stresst wiederum den Verursacher selbst natürlich noch viel mehr, aber auch alle anderen, deren Zeit schon etwas knapp wird. Und diese Unruhe erfasst dann auch alle übrigen Schreiblinge. Und plötzlich wird gar nicht mehr auf die eigene Lautstärke geachtet. Der letzte Saft wird lautstark aus den Tetra Packs gesaugt, die leere Kekstüte wird rücksichtslos zusammengeknüllt, die Blätter des Spiralblocks werden keineswegs langsam oder leise aus dem Block getrennt und ein Füßescharren ergänzt die Geräuschkulisse. 🙂 Mich amüsiert das wirklich! Ernsthaft!

Hinzu kommen vor allem im Winter verbreitete, auf die Gesundheit hindeutende Geräusche. Ist euch schon mal aufgefallen, dass jeder Mensch seine eigene Art hat zu niesen? Manche Menschen niesen immer 2 Mal kurz hintereinander. Manche 3 Mal mit einer Sekunde Pause. Manche unterdrücken das Niesen und es klingt, als würden sie implodieren. Einige lassen es hemmungslos raus und es drängt sich der Kommentar auf: „Lecker!“

Achtet mal darauf! Hat man den Kopf frei, sich derartigen Geräuschen zu widmen (ergänzt durch das anschließende Naseputzen, zusätzliches Husten, Räuspern,…), ist es sehr unterhaltsam. Und bitte denkt nicht, ich mache mich über erkältete Mitmenschen lustig! Nein. Jeder niest mal. Ich gehöre zur implodierenden Sorte… Manchmal überprüfe ich selbst, ob meine Zähne noch da sind…. 😉

Wie gesagt – ich diskriminiere hier niemanden. Ich beobachte nur meine Umwelt und die ist (zum Glück) oft sehr unterhaltsam! Und diese Unterhaltung kann ich vor, während und nach einer Klausur sehr gut gebrauchen! Wir müssen viel öfter Alltägliches finden, über das wir uns freuen können, was uns ablenkt und auflockert! Alles immer nur ernst nehmen, bringt doch auch nichts!

In diesem Sinne: Immer locker durch die Hose atmen!

09/01/2010

Das Verhältnis muss stimmen…

Filed under: Uncategorized — studentin @ 19:02
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Ich habe meine erste Klausur des Studiums hinter mir. Und es lief gut. Man glaubt es kaum. Und ich bin total gelassen ran gegangen. Ich habe mich in der Vorlesung vor der Klausur sehr gut mit einem Kommilitonen unterhalten. Der ist schon im 5. Semester, fährt aber zur See und kam deshalb bisher nicht dazu, diese VWL-Klausur zu schreiben. Ich informierte mich natürlich gleich über seine Erfahrungen bezüglich der Klausurabläufe, -inhalte und -vorbereitungen. Und er erzählte mir folgende Anekdote bezüglich seiner BWL-Klausur:

Er schrieb diese eigentlich 3-stündige Klausur – war aber nach 1 Stunde fertig. Er ging also nach vorn und gab seine Klausur ab. Die Dozentin fragte ihn, ob er sich sicher sei, schon fertig zu sein und ob er die Klausur nicht lieber nochmal durchschauen möchte. Schließlich handele es sich um eine Leistungskontrolle….

Er daraufhin: Leistung definiert sich aus dem Verhältnis von geleisteter Arbeit und der dafür benötigten Zeit. Wenn ich jetzt also 1/3 der Aufgaben in 1/3 der Zeit richtig bearbeitet habe, verdiene ich doch eigentlich eine 1!

Na ja, wie zu erwarten war ließ sie sich nicht darauf ein, aber alle Anwesenden hatten einen auflockernden Lacher. 🙂

Und auch ich habe mir keinen Kopf mehr gemacht. (Sieht auch etwas gewöhnungsbedürftig aus mit 2 Köpfen… Und erst die Zeit, die man zum Machen von 2 Frisuren braucht…! 😦 )

Ich bin ganz locker in die Klausur rein, habe nach 2 von 3 Stunden abgegeben und harre nun der Dinge, die da kommen…

So locker habe ich mir meine erste Klausur des doch so angsteinflößenden Fernstudiums nicht vorgestellt und nun kann ich den Rest des Studiums viel gelassener in Angriff nehmen!

Na ja – lasst mich erst noch ein wenig schlottern, bis ich Mathe hinter mir habe… 😉 Und DANN geh ich gelassen ran!

04/01/2010

Gibt es etwas Langweiligeres….?

Filed under: Uncategorized — studentin @ 09:23
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Und damit meine ich jetzt nicht Mathematik im Speziellen. Ja, ich meine noch nicht einmal das Lernen oder ein Fernstudium im Allgemeinen! NEIN! Ich meine die Hobbys anderer Menschen…!

Es soll ja Menschen geben, die sich 3-4 Mal pro Woche aufraffen um zu laufen. 10 km und mehr! Glaubt man es? Also ich muss mich vor evolutionär nicht so gut gestellten Lebewesen nicht ständig damit profilieren, dass ich aufrecht auf 2 Beinen laufen kann. Nein. Ich kann damit leben, es für mich zu wissen und mich hin und wieder beim Gang zum Kühlschrank davon zu überzeugen, dass ich es noch kann. Aber viele (erschreckend viele!) Menschen sehen Laufen als ihr Hobby an und tun es immer wieder! Nach beendetem Lauf tun ihnen dann die Beine weh, sie schwitzen und zudem ist auch noch die Waschmaschine voll mit durchnässten, übel riechenden Laufsachen. Mir erschließt sich diese Faszination nicht, aber sei es drum.

Ein anderes für mich komplett uninteressantes Hobby besteht darin, sich mit IT zu beschäftigen. Mir reicht mein Wissen, wie ich die schon alltäglich gewordenen Dinge wie emails, Twitter, blog, Foren (dazu gab es vor einiger Zeit schon mal ein Statement von mir….) bewältige und ich kann mit geeigneter Software sogar Statistiken erstellen und Präsentationen anfertigen. Hier ruft mein Interesse aber auch schon „HALT!!!“. Mehr will ich nicht. Ich will mich dem auch nicht komplett verschließen, aber ich muss auch nicht alles Neue kennen und über alles Bescheid wissen. Und dass ich damit gut durchs Leben komme, habe ich meinem Mann zu verdanken!

René Büst – seines Zeichens Diplom-Informatiker (FH), angehender Master of Science im Bereich „IT-Management and Information Systems“ und totaler TechnikFreak – hält mich über alles auf dem Laufenden! Er filtert (mehr oder weniger effizient) für mich wichtige Infos heraus und versorgt mich damit. Und: Habe ich weitergehende Fragen, weiß er immer eine Antwort! Er kennt alles Neue, bald Kommende, schon wieder Vergessene, sich Verändernde, bald Ersetzte, was es in der IT-Welt und drumherum so zu wissen gibt. Und wer nur 1 Mal nach ihm googlet, sieht sich auch sofort über sein größtes Steckenpferd informiert: Dem CLOUD COMPUTING! Ich würde euch an dieser Stelle ja nun gerne kurz und kompetent darüber informieren, was Cloud Computing ist, aber dann wäre sein blog ja vollkommen umsonst.  (Obwohl es natürlich keine Schwierigkeit für mich wäre, das zu tun….. *hust*)

Hier also der link für alle Interessierten und alle, die mir noch was schuldig sind 😉

http://clouduser.org/

Für mich gibt es wirklich nicht viel, was langweiliger ist, aber ich weiß, dass es nicht allen so geht wie mir! Also gebe ich dem ganzen eine Chance.

(Na gut – meine Intention besteht eigentlich darin, dass es genug andere Menschen gibt, die das interessiert, sodass ich nicht immer damit behelligt werde… Gegen Ende der Woche soll sogar das Forum online sein: http://clouduser.org/forum Und dann muss ich mir die spannenden Geschichten nicht immer anhören und ich habe abends die Fernbedienung für mich, wenn René das Forum pflegt. Aber pssst…..)

21/10/2009

Hallo liebe Kommilitonen!

Filed under: Uncategorized — studentin @ 17:16
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Dies wird ein Lern- und Lebenstagebuch eines Fernstudierenden. Jeder, der schon mal versucht hat sich selbst etwas beizubringen – es muss ja nicht zwingend gleich Algebra sein – wird schon dagesessen haben und an sich selbst und seinen Fähigkeiten gezweifelt haben.

Ich will mir hier meinen momentanen Unmut von der Seele schreiben, den ich alleine sitzend an meinem Schreibtisch sonst nicht adäquat loswerden kann. (In den ersten 3 Tagen versuchte ich Frustrationen bei meinem Kuscheltier abzulegen, was allerdings nicht übermäßig erfüllend war. Spike ist halt ein Dauergrinser…)

Da kam ich auf die Idee dieses Schicksal der unvermeidlich auftretenden Misserfolge/ der nur langsam eintretenden Erfolge mit anderen Fernstudierenden zu teilen! Geteiltes Leid ist halbes Leid!

Viel Spaß beim Lesen, kommentieren und Schicksal-Teilen!

Eure Julia

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