Das harte Leben von Fernstudenten

04/11/2009

Ich wäre gerne Schnee…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 10:44
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…dann könnte ich morgens liegen bleiben.

Aber ich quäle mich brav jeden Morgen aus dem Bett, frühstücke und bereite dann auch schon meinen Schreibtisch vor, um frisch ausgeruht loszulegen! Vorbildlich. T – 66 Tage bis zur ersten Klausur.

Motivationsgrund: Ich will ein Diplom an der Wand hängen haben. Direkt neben meinem ikea-Blumenbild.

03/11/2009

Überall dabei!

Ohne ständiges Feedback, dessen Fehlen mittlerweile schon einige Male angemerkt wurde, ist es sehr schwierig sich selbst und seinen Leistungen permanent zu vertrauen. Immer wieder kommen Selbstzweifel auf, ob man genug lernt, das richtige lernt usw… Jeder kennt es und es wurde auch schon ausreichend dargestellt in diesem Blog.

Nun neige ich dazu mir vorzunehmen, alles Mögliche einfach nochmal woanders nachzulesen. Damit sich mein Wissen festigt, zusätzliche Aspekte in Erscheinung treten und ich einfach ein gutes Gewissen habe. So kommt es, dass Buchempfehlungen anderer Studenten prompt auf dem Wunschzettel von amazon landen. Ebenso empfohlene weiterführende Literatur. PLUS Aufgabenbücher mit extra ausführlichen Musterlösungen.

TOP! Wenn ein Semester 24 Monate dauern würde. Und TOP! Wenn man denn so viel Geld und so viel Platz hätte diese ganzen Bücher überhaupt unterzubringen. Und dennoch wächst mein Bücher-Wunschzettel ins Unermessliche. Aber ich dachte mir, dem kann ich doch Abhilfe schaffen, wenn ich nur eine Bibliothek finden würde, in der ich auch Bücher finde, die unseren wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen.

EINE Bibliothek?! Nein! NRW hat doch mehr zu bieten. Und so kommt es, dass ich nach nur30 Minuten Recherche bei der Uni-Bibliothek Paderborn und Bielefeld angemeldet bin. Beide jeweils 35 km von meinem Wohnort in verschiedene Richtungen entfernt. Das kostet zum einen wieder Zeit und zum anderen veführt ein derartiger Ausflug natürlich schon wieder zum Freimachen und Ablenken!

🙂 Guuuut….

Aber es gibt auch kostenlose ebooks für Studenten und diverse Seiten, auf denen Hausarbeiten, Skripte, Aufgaben + Lösungen etc. zu finden sind. Da also auch noch überall angemeldet und den Newsletter abonniert, um auch ja nichts zu verpassen! Wer meine Daten jetzt noch nicht hat, ist selbst Schuld.

Und nun sitze ich hier mit meinen ganzen Quellen und bin es leid überhaupt reinzuschauen, weil mich diese Masse an Auswahl der Quellen und an Fülle der Informationen erdrückt. Und auf einmal sieht mein kleines süßes 400 Seiten starkes VWL-Buch gar nicht mehr so schlimm aus… Am besten gucke ich doch da erstmal rein! Und wenn ich das durch habe und mich ein Kapitel wirklich noch brennend interessiert, leiste ich mir das dazugehörige Buch bei amazon. Tolle Idee! Wie gut, dass ich so schlau bin…

02/11/2009

Studienreise nach Pelzerhaken an die Ostsee

Filed under: Studienreisen — studentin @ 08:48
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Liebe Schicksalsteiler,

ich weiß, dass ich unangekündigt das Bloggen für unendlich lange 4 Tage ausgesetzt habe. Aber das hatte natürlich einen wichtigen Grund: Ich bin am Donnerstag, 10.00 Uhr Ortszeit Rheda-Wiedenbrück, aufgebrochen nach Pelzerhaken! Zum Studieren gehören Studienreisen wie Zimt und Zucker zum Milchreis! Also sollten auch wir Fernstudenten Gelegenheiten wahrnehmen, unser Wissen in anderer Umgebung zu erweitern, zu vertiefen und anzuwenden.  Das habe ich getan!

Noch am 1. Tag versuchte ich mir weiterhin die Matrizen näher zu bringen, was mit dem Blick direkt auf den Strand wahrlich schwer fiel. Aber das wäre ja auch nicht im Sinne des Erfinders solcher Reisen gewesen, wenn wir uns unterwegs mit exakt den gleichen Studienthemen befassen. Also – ein neues Thema musste her!

DIE MÖPPELOLOGIE!!!

Zu Recht fragt sich jetzt der ein oder andere, was das ist. Dieses höchst wissenschaftliche Forschungs- und Lehrgebiet erschloss sich erst in kurzer Vergangenheit und ist der breiten Masse noch nicht sonderlich geläufig. Das sollte sich in naher Zukunft jedoch ändern, denn ein Möppel kann Leben retten!

Ein Möppel erzeugt Strom und verbraucht dabei Benzin. Und trotzdem heißt er nicht Generator, Aggregat oder schlicht Stromerzeuger – sondern eben Möppel. Der Grund: Er heißt, wie er klingt!

Meine erste Bekanntschaft mit dieser Spezies schloss ich am Vormittag des 30.10.2009. Nach einer durchgemachten Nacht beschlossen wir, wenigsten von 9.30 Uhr bis zum Nachmittag ein wenig zu schlafen. Aber weil es ohne uns Durchmacher so langweilig war und wir anders nicht aus dem Bett zu bekommen waren, war dies ein klassischer Einsatzmoment für den Möppel! Ruck Zuck hingestellt, angeschmissen und gewartet. Das Warten währte nicht lange und schon war die Party- ähm – Studiengesellschaft wieder vollzählig und der Möppel hatte seinen ersten Dienst getan.

Und hier zeigt sich auch die Überlegenheit des Möppels gegenüber anderen Wachmachern: Vor dem Möppel kam das Megaphon zum Einsatz, mit welchem in den Fluren lautstark ein „Krieg“ angekündigt wurde. Aber da die besagten Nachrichtenverbreiter keine Helme trugen, war es offensichtlich, dass es nur ein Fehlalarm war. Ergebnis: Keine Reaktion. Keiner steht auf. Mission gescheitert.

Der Möppel allerdings funktioniert passiv. Einmal in Gang gesetzt, verrichtet er unbeirrt seine Dienste und lässt sich weder aufhalten noch ignorieren. ER leitet dann die Mission. Fehler wie fehlende Helme sind ausgeschlossen. Die einzige Frage, die sich stellt, ist: Hat der Möppel mehr Benzin, als wir Nerven?!

JAAA!!!

Denn der Möppel heißt ja, wie er klingt und wer hört sich nach einer durchgemachten Nacht lange so ein Geräusch an, das einen weder schlafen noch denken lässt?! DER MÖPPEL HAT GEWONNEN!

Nun war es an der Zeit den Möppel für sich zu entdecken und sich den unendlichen Verwendungsmöglichkeiten zu öffnen.

Vorgehensweise:

  1. Am Möppel darf vor Inbetriebnahme kein stromnehmendes Gerät angeschlossen sein.
  2. Ein Feuerlöscher muss bereit stehen.
  3. Vorne: Hebel nach links, Choke raus.
  4. Hinten: Hebel nach unten, Ölstand kontrollieren, Benzinfüllmenge kontrollieren.
  5. Möppel anschmeißen mit einem kräftigen Ruck an der Leine.
  6. Choke wieder rein.
  7. Geräte anschließen
  8. GLÜCKLICH SEIN

Und schon ist man in der Lage am Strand 20 Liter Tee zu kochen, einen Zeltaufbau auszuleuchten oder eine nächtlichen Taufe am Strand zu erhellen. Fabelhaft!

Jedoch aufgepasst! Nicht jedem ist die hohe Kunst der Möppelologie zugänglich und es wird Menschen geben, die sie auch noch nach Jahren nicht beherrschen werden. Denn der Möppel gehört nicht uns, sondern immer noch wir dem Möppel!

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