Das harte Leben von Fernstudenten

11/01/2010

Seltsame Geräusche durchstreifen das Land…

Filed under: Uncategorized — studentin @ 07:41
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Puuuh… Ich habe jetzt 2 Klausuren in 2 Tagen hinter mir und bin sehr dankbar, mal wieder diese Prüfungssituation erlebt zu haben. Denn ich hatte ganz vergessen, wie amüsant es in vollen, überheizten Räumen mit lauter fremden Menschen, die sich in Stresssituationen befinden, ist! JA! Amüsant! Geht es euch nicht so? Überlegt doch mal:

Wählt man einen geeigneten Sitzplatz, kann man herrlich alle Kommilitonen beobachten! Manche sind verpflegungstechnisch ausgerüstet, als bestünde die ernsthafte Gefahr, gekidnappt und festgehalten zu werden! Oder sogar gekidnappt und festgehalten zu werden und sich mit Lebensmitteln dann freikaufen zu können! Da liegen neben Flaschen mit Wasser und isotonischen Energiegetränken Milchschnitten, Kekse, Brötchen, Traubenzucker, Bonbons und Kaugummi. Irgendwo findet sich unerwartet noch Platz für Block und Stift. Man glaubt es kaum. Das alleine erheitert mich schon. Aber wenn man dann noch beobachtet, wie vergeblich versucht wird, an die Leckereien zu gelangen, ohne Geräusche zu machen – der Hammer! In Zeitlupe schiebt sich die Hand in die Tüte – und es entweicht ein endloses Knistern. Nicht enden wollende, einem leid tuende Geräusche scheinen aber weniger schlimm zu sein für die Umwelt als absichtlich provozierte und sie werden eigenartigerweise sehr lange toleriert. Das amüsiert mich unheimlich! 😀

Denn genau diese Leute, die in den kurzen 2-3 Stunden der Klausur nicht auf´s Essen und Trinken verzichten können, kommen am Ende nämlich oft in Zeitnot. Und dann wird’s erst richtig lustig! Ich habe mir schon in der Schule angewöhnt, meine Klausuren nicht früher als nötig abzugeben und diesem Schauspiel der letzten Hetzer beizuwohnen. Denn wenn es mit der verbliebenen Zeit kritisch wird, nimmt die Schreibgeschwindigkeit derart dramatisch zu, dass Schweißperlen bei den Betroffenen auf die Stirn treten. Die Bewegungen werden hektischer und grobmotorischer und man kann einen Countdown starten, wann wohl die Bonbontüte vom Tisch gefegt wird und der Inhalt sich im Raum verteilt. Das stresst wiederum den Verursacher selbst natürlich noch viel mehr, aber auch alle anderen, deren Zeit schon etwas knapp wird. Und diese Unruhe erfasst dann auch alle übrigen Schreiblinge. Und plötzlich wird gar nicht mehr auf die eigene Lautstärke geachtet. Der letzte Saft wird lautstark aus den Tetra Packs gesaugt, die leere Kekstüte wird rücksichtslos zusammengeknüllt, die Blätter des Spiralblocks werden keineswegs langsam oder leise aus dem Block getrennt und ein Füßescharren ergänzt die Geräuschkulisse. 🙂 Mich amüsiert das wirklich! Ernsthaft!

Hinzu kommen vor allem im Winter verbreitete, auf die Gesundheit hindeutende Geräusche. Ist euch schon mal aufgefallen, dass jeder Mensch seine eigene Art hat zu niesen? Manche Menschen niesen immer 2 Mal kurz hintereinander. Manche 3 Mal mit einer Sekunde Pause. Manche unterdrücken das Niesen und es klingt, als würden sie implodieren. Einige lassen es hemmungslos raus und es drängt sich der Kommentar auf: „Lecker!“

Achtet mal darauf! Hat man den Kopf frei, sich derartigen Geräuschen zu widmen (ergänzt durch das anschließende Naseputzen, zusätzliches Husten, Räuspern,…), ist es sehr unterhaltsam. Und bitte denkt nicht, ich mache mich über erkältete Mitmenschen lustig! Nein. Jeder niest mal. Ich gehöre zur implodierenden Sorte… Manchmal überprüfe ich selbst, ob meine Zähne noch da sind…. 😉

Wie gesagt – ich diskriminiere hier niemanden. Ich beobachte nur meine Umwelt und die ist (zum Glück) oft sehr unterhaltsam! Und diese Unterhaltung kann ich vor, während und nach einer Klausur sehr gut gebrauchen! Wir müssen viel öfter Alltägliches finden, über das wir uns freuen können, was uns ablenkt und auflockert! Alles immer nur ernst nehmen, bringt doch auch nichts!

In diesem Sinne: Immer locker durch die Hose atmen!

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09/01/2010

Das Verhältnis muss stimmen…

Filed under: Uncategorized — studentin @ 19:02
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Ich habe meine erste Klausur des Studiums hinter mir. Und es lief gut. Man glaubt es kaum. Und ich bin total gelassen ran gegangen. Ich habe mich in der Vorlesung vor der Klausur sehr gut mit einem Kommilitonen unterhalten. Der ist schon im 5. Semester, fährt aber zur See und kam deshalb bisher nicht dazu, diese VWL-Klausur zu schreiben. Ich informierte mich natürlich gleich über seine Erfahrungen bezüglich der Klausurabläufe, -inhalte und -vorbereitungen. Und er erzählte mir folgende Anekdote bezüglich seiner BWL-Klausur:

Er schrieb diese eigentlich 3-stündige Klausur – war aber nach 1 Stunde fertig. Er ging also nach vorn und gab seine Klausur ab. Die Dozentin fragte ihn, ob er sich sicher sei, schon fertig zu sein und ob er die Klausur nicht lieber nochmal durchschauen möchte. Schließlich handele es sich um eine Leistungskontrolle….

Er daraufhin: Leistung definiert sich aus dem Verhältnis von geleisteter Arbeit und der dafür benötigten Zeit. Wenn ich jetzt also 1/3 der Aufgaben in 1/3 der Zeit richtig bearbeitet habe, verdiene ich doch eigentlich eine 1!

Na ja, wie zu erwarten war ließ sie sich nicht darauf ein, aber alle Anwesenden hatten einen auflockernden Lacher. 🙂

Und auch ich habe mir keinen Kopf mehr gemacht. (Sieht auch etwas gewöhnungsbedürftig aus mit 2 Köpfen… Und erst die Zeit, die man zum Machen von 2 Frisuren braucht…! 😦 )

Ich bin ganz locker in die Klausur rein, habe nach 2 von 3 Stunden abgegeben und harre nun der Dinge, die da kommen…

So locker habe ich mir meine erste Klausur des doch so angsteinflößenden Fernstudiums nicht vorgestellt und nun kann ich den Rest des Studiums viel gelassener in Angriff nehmen!

Na ja – lasst mich erst noch ein wenig schlottern, bis ich Mathe hinter mir habe… 😉 Und DANN geh ich gelassen ran!

08/01/2010

Wehe es gibt kein Schneechaos!!!

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 09:16
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Morgen und übermorgen stehen die ersten beiden Klausuren meines Studiums an. Dafür muss ich 150 km nach Hannover fahren. Und natürlich ist genau für dieses Wochenende mal wieder ein Verkehrschaos auf Grund von starkem Schneefall vorausgesagt! War ja klar! Meine letzte längere Fahrt (400km) für das Studium wurde ebenfalls sabotiert von schlechten Wetterbedingungen. Dadurch verpasste ich am 19.12.2009 mein teuer bezahltes Propädeutikum für Buchführung. Und nun soll es mir dieses Wochenende wieder genauso gehen?! War ja klar! DANKE!!! Wie gemein ist das denn?! 😦

Also – ich ab ins Internet und ein Hotelzimmer gebucht. Anreise heute Abend, Abreise Sonntag. HA! Dieses Mal macht mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung! Vom Hotel könnte ich notfalls sogar zu Fuß zur Uni gehen.  *Ich bin so kluk! K – L – U – K! Ich meine K – L – U – G…!* (Simpsons-Fans wissen an dieser Stelle Bescheid. Allen anderen: Mein Beileid.)

Und WEHE!!!! WEHE dieses Schnee- und Verkehrschaos bleibt aus! Wenn es nicht mindestens 10 cm Neuschnee gibt, eskalier ich!

05/01/2010

Fünfe gerade sein lassen…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 17:03
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Ich habe jemanden gefunden, der die Sache genauso sieht wie ich! Welche Sache?! Na die mit dem Lernen! Ihr wisst schon – so als fleißige Leser – dass es keine Kunst ist, auf eine 1 in der Prüfung zu lernen und diese Prüfung dann doch tatsächlich zu bestehen! Nein, die Kunst ist es, sie eigentlich gar nicht bestehen zu können und trotzdem zu bestehen! Tja, und genau hier habe ich einen Kommilitonen gefunden, der es noch auf die Spitze treibt!

Zitat (Forum):

„Hallo zusammen,

weiß zufällig jemand, was wir an Unterlagen in die eigentliche Klausur mitnehmen dürfen?“

Antwort: „Nichts!“

Reaktion:

„na klasse….

Bin jetzt erst bei Seite 105 im VWL Buch..

Hier sei angemerkt, dass besagtes VWL-Buch 410 Seiten umfasst und die Klausur desjenigen in 11 Tagen ansteht. Nun mein erster Gedanke war: Jeder findet seinen Meister und der Mensch treibt´s ja noch risikoreicher als ich! Aber mein zweiter Gedanke glich eigentlich eher einem wohlig warmen Gefühl im Bauch! Ha! Ich hab schon mehr gemacht für die Klausur! Welch ein gutes Gefühl. Ich bin ja doch RELATIV gut vorbereitet – im Gegensatz zu anderen. Auch wenn es im Gegensatz zu nur einem anderen ist…

😀 Toll!

Klausur – Du kannst kommen!

03/01/2010

Man ist ja schon mit wenig zufrieden…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 15:03
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Allen erstmal ein frohes und gesundes Jahr 2010! Mögen unsere Wünsche in Erfüllung gehen und die Umstände günstig sein, alle unsere Ziele zu erreichen!

Mein erstes Ziel dieses Jahr lässt sich mit einem Wort beschreiben: „BESTEHEN!“ Ja, ich würde wirklich gerne meine Klausuren, die bereits in wenigen Tagen anstehen, bestehen! Entscheidend hierbei ist, dass ich es nicht auf eine 1 vor dem Komma anlege – ja nicht mal auf eine 2! Eine simple 4,0 reicht mir! Mehr will ich doch gar nicht! Das sollte doch zu schaffen sein, meint nun der ein oder andere. ABER: Ich habe ja nicht auf eine 1,0 gelernt und hoffe, wenigstens eine 4,0 zu erreichen. Oh nein!

Ein Beispiel: Mein derzeitiges Lieblingsfach Mathematik (auffälliges Husten, welches Ironie andeutet) bereitet mir doch erhebliche Probleme. Zunächst suchte ich mir einen Nachhilfelehrer – an dieser Stelle sei Marc gedankt! – allerdings musste ich feststellen, dass mir der allseits bekannte „Urschleim“ leider total abhanden gekommen war. Da war es mein Plan, die Matheklausur ins nächste Semester zu schieben und mich vorerst damit zu begnügen, die Grundrechenarten sicher zu beherrschen. Aber irgendwie versteckte sich in meinem Hinterkopf doch der Ehrgeiz, alle Klausuren pünktlich zu schreiben. Dieser Ehrgeiz veranlasste mich unterbewusst, die Abmeldefrist für besagte Klausur verstreichen zu lassen.

Und plötzlich – am Tag der verstrichenen, nicht wieder einholbaren, für immer verpassten Frist – kam die PANIK!!! Hilfe! Ich kann Mathe immer noch nicht!

Na ja, ich kann schon ausrechnen, wie viel Wechselgeld ich an der Kasse wiederbekomme. Und wenn Oma Meier 1 Huhn hat, was täglich 1 Ei legt und sich ein 2. Huhn zulegt, was täglich 1 Ei legt, kann ich auch gerade noch die Wachstumsrate ihrer Eierausbeute benennen. Aber da hört´s im Großen und Ganzen auch schon auf… Komischerweise (und ich meine nicht lustig-komisch) hat mir dieses Wissen und Können bis dato vollkommen gereicht! Aber nun will man von mir, dass ich Freiheitsgrade linearer Gleichungssysteme bestimme (für Vorschläge wäre ich sehr dankbar…). Oder ich soll wissen, welche geometrische Bedeutung eine Ableitung für einen festen Wert bezüglich der Kurve zur Funktion hat (hier brauche ich keine Vorschläge > hoffnungslos)!

AAAAAAAHHHHH!!!!!!!!!!

Nun gut, dachte ich mir. Beginne ich doch am Anfang! „Mathematik zum Studiumsanfang – die wichtigsten Grundlagen aus der Schulzeit verständlich erklärt“. Vielen Dank an Peter Dörsam, der es wenigstens versucht…. Ich glaube, ich bin nie zur Schule gegangen… Böhmische Dörfer kenne ich dagegen wie meine Westentasche! Und bahnhöfisch verstehe ich dagegen auch sehr gut…

Ich habe mich nun also mehrere Stunden durch diese 54 Seiten extrem wertvollen Wissens gequält – und bin damit zufrieden! Hey, ich bin wieder auf dem Stand, wie nach Abschluss meines Grundkurses Mathematik auf der Schule. Das reicht doch erstmal! Auf eine 1,0 im Studium hinlernen und dann Bestehen kann doch jeder! Ich denke, es sagt viel mehr über meine unglaubliche Intelligenz aus, wenn ich in der Lage bin, mit meinem Abi-Wissen Studienprüfungen zu bestehen! Also: Bücher weg, Kaffeemaschine an, Apfelkuchen in den Ofen und Beine hoch!

In diesem Sinne: Dabei ist alles! Genießt den Sonntag!

26/10/2009

Und jeden Tag was anderes…

Filed under: Tagebuch im Fernstudentenleben — studentin @ 15:55
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Mir geht es so, dass ich Feedback brauche. Nicht nur im Studium, sondern überall: Ja Schatz, das Essen schmeckt. Toll, wie Deine neue Hose sitzt. Schön, dass Du endlich aufgestanden bist….

Ich glaube, nur wenige können sich komplett davon frei machen eine zweite (dritte, vierte,…) Meinung hören zu wollen. Insbesondere in Bezug auf ein einsam durchgeführtes Fernstudium gestaltet sich diese Rückmeldungsholung schon etwas schwieriger. Aber zum Glück gibt es an meiner HS, wie wahrscheinlich auch an jeder anderen, eine Plattform im Internet mit Foren und Chats, in denen sich ausgetauscht werden kann. Ganz toll!

GANZ TOLL für alle, die schon mal auf eine Frage von 3 Leuten 5 Antworten haben wollten. Hier ein Beispiel: Friedrich (das Thema mit den frei erdachten Namen kennen wir bereits und es wird in diesem blog immer so sein) möchte den Arbeitsaufwand für Buchführung und Bilanzierung besser einschätzen können und bittet um Erfahrungsberichte. Diese reichen von: Einmal gemütlich durchlesen. über: 5 Tage lernen, 10 Tage üben. bis hin zu: Ich würde mir noch 3 Bücher kaufen (jedes mit ca. 300 Seiten versteht sich), alle durcharbeiten, die Übungsaufgaben machen, die Übungsklausuren der letzten 10 Jahre durcharbeiten und einen Ausbildungsplatz zum Buchhalter suchen.

Tolle Wurst. Wem hilft das denn nun weiter?!

Es ist sicherlich nett gemeint und der Fragesteller hat ja irgendwie auch selbst Schuld, wenn er Millionen Menschen die Möglichkeit gibt seine persönliche Situation einzuschätzen – aber: Muss das sein?! Jede Frage in Foren, die einen halbwegs interessiert, zieht einen Rattenschwanz an Antworten hinter sich her, sodass man nach 15 Minuten Lesen schon nicht mehr weiß, was man wissen wollte. Mir hat es noch nie etwas gebracht Foren durchzustöbern, in der Hoffnung eine für mich gültige Antwort zu finden.

Man kann jetzt versuchen einfach seine Frage zu stellen und Antworten abzuwarten. Aber VORSICHT!!!! Wehe, eine ähnliche Frage wurde bereits gestellt! Es muss Menschen geben, die sich als Hüter der heiligen Foren fühlen und doppelte Fragen sofort herausfiltern. Man bekommt dann prompt eine Antwort wie: Ähnliche Fragen wurden schon auf den Seiten 1046, 277 und 1125 gestellt. Such Dir doch die Antwort einfach mal raus, anstatt hier wertvollen Platz zu verschwenden!

Whoa! Das hat gesessen. Und schon fühle ich mich wieder dumm und klein. Wertvoller Platz…aha. Na gut, dann mal eben zu Antwortseite Nr. 1046 gescrollt, Frage gefunden – HALT! – das ist nicht meine Frage! Ja, okay, sie hat entfernt etwas mit dem Thema zu tun, über das ich etwas wissen wollte. Aber das hinkt genauso wie wenn ich nach den besten Still-BHs frage und der Foren-Hüter mich auf eine Seite schickt, in der mir erklärt wird, wie ich meine fruchtbaren Tage errechne!

Der Dummkopf. Also: Frage erneut gestellt. Ergebnis: Rauswurf durch den Foren-Hüter. Upps. Der hatte wohl doch was zu sagen.

Aber mal ehrlich: Ist es nicht besser so?! Die ganze Zeit zum Suchen eventuell wenigstens halbwegs passender Antworten kann ich doch besser ins Weiterlernen, Weiterlesen oder auch mit Oma telefonieren investieren. Wer gerne Foren nutzt – bitte sehr! Aber ich bin zu sehr den menschlichen Kontakt mit direkten Fragen und Antworten und vor allem der Möglichkeit der direkten Rückfrage gewöhnt.

Pech für mein Fernstudium, aber ich werde mich meinem Schicksal ergeben und in Zukunft ohne Feedback meinen Lernstoff bewältigen müssen. Na ja, nicht gänzlich ohne Feedback. Die Klausuren sind ja auch noch da. Und was dabei herauskommt, ist ja nun wirklich das, was zählt!

Ich mache dann also mal weiter… noch 11 Wochen bis zur Klausur.

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